Macht mit!
Setzen wir gemeinsam ein Zeichen!

Auf dieser Seite findet ihr immer aktuelle Themen, wie der Klimawandel den Pferdesport beeinflusst.


West Nil Virus

Gefahr für Mensch und Pferd?

Der Klimawandel bringt bekanntlich viele negative Einflüsse für die Natur mit sich. Einer davon betrifft die Mücken und Zeckenwelt und die damit einhergehende Gefahr für Mensch und Tier.

Durch die steigenden Temperaturen in unseren Breitengraden fühlen sich auch vermehrt diejenigen Mücken und Zecken wohl, die sonst in tropischen Gefilden zu finden sind. Diese können zu Überträgern gefährlicher Krankheiten werden.

Eine von ihnen ist das West-Nil Fieber. Es zirkuliert normalerweise zwischen Mücken und Vögeln, kann aber auch auf andere Säugetiere, sogar dem Menschen übertragen werden. 2018 gab es mehrere Ausbrüche eben dieses Fiebers vor allem bei Pferden. Tendenz leider steigend. Die einzig gute Nachricht ist, dass sich Pferde nicht gegenseitig anstecken können.

Jedoch geht dennoch eine Gefahr von dem Virus aus. Bislang sind zwei Pferde aufgrund des Virus in Deutschland eingeschläfert worden, 31 Fälle an Pferden konnten 2019 dokumentiert werden.

Woran erkenne ich, ob mein Pferd erkrankt ist?

Der Schaden, den das WNV anrichtet, reicht von kaum erkennbar, bis hin zu Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhaut.  Das Auftreten der Symptome bei Pferden kann demnach vielfältig sein. Über leichtere neurologische Symptome wie Appetitverlust, Sehstörungen oder Lethargie bis hin zu Ausfallerscheinungen, wie Stolpern, allgemeine Schwäche, Lähmung der Hinterhand oder beispielsweise  Muskelzittern. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tagen.


Was tun, wenn ich dennoch einen Verdacht habe?

Wichtig ist, dass du den Zustand deines Pferdes oder Ponys täglich begutachtest und im Blick hast.

Sollte bei deinem Pferd eines, oder sogar mehrere dieser Symptome auftreten, sollte dein Tierarzt eine Infektion mit dem WNV ausschließen. Das geht relativ unkompliziert über einen Bluttest, in dem ggf. Antikörper nachgewiesen werden können.

Heilen lässt sich das Virus leider nicht, aber die Symptome können durch spezielle Medikamente und Maßnahmen gelindert werden. Dadurch kann sich dein Pferd schneller regenerieren. Die Vorgehensweise ist mit dem Tierarzt zu besprechen. Bei schwerwiegenderen Ausfallerscheinungen kann es ggf. nötig werden, das Pferd in eine Spezialklinik zu verlegen.

 

Kann ich eine Infektion verhindern?

Hier ein paar Tipps (vom sächsischen Amtsveterinär Dr. Uwe Hörügel) , wie einer Pferdeinfektion mit dem WNV vorgebeugt werden kann:

  • Eine Impfung zur Grundimmunisierung kann vom Tierarzt verabreicht werden/ Eine Infektion kann zwar so nicht verhindert, die Symptome aber erheblich abgeschwächt werden ( Kosten circa auf 80 Euro)
  • Mückenbrutgebiete beseitigen ( stehendes Wasser, alte Reifen, Schubkarren umdrehen, Viehtränken und Dachrinnen reinigen)
  • Pferde während der Dämmerung  dunkle Unterstände anbieten oder evtl. in den Stall stellen/ Diese Tageszeit ist die aktivste der Mücken
  • Insektenfallen aufstellen und Insektenschutzmittel auftragen
  • nachts in der Nähe der Pferde Lichtquellen vermeiden 


Quellen: https://www.ndr.de/ratgeber/klimawandel und https://www.st-georg.de/wissen/west-nil-virus-beim-pferd


                                                                                                                                                                    

Ein „Pferdedorf“ kämpft ums Recht bleiben zu dürfen

Noch nicht lang ist es her, da ist „Hambi“ zur Berühmtheit geworden. Der rheinische Hambacher Forst sollte dem Braunkohleabbau und den Schaufelbaggern der RWE zum Opfer fallen. Es konnte mit vielen Initiativen und mit Hilfe von motivierten Menschen erreicht werden, dass dieser Wald zum größten Teil erhalten bleiben kann.


Doch die rheinische Region in der Nähe des Forstes, am Tagebau Garzweiler, muss weiter bangen. Dörfer fürchten dem Braunkohleabbau zum Opfer zu fallen, so auch das kleine Dorf Kuckum.


Historische Höfe, Pferdewiesen, Weiden und Reitplätze zeichnen diesen Ort aus. Die dort ansässigen Andrea und Michael Boox, so wie auch Marita Dresen, kämpfen dafür, ihre Pferdehöfe zu erhalten. Ihr Lebenstraum, auf ihren Pferdehöfen mit ihren Tieren leben zu können, droht zu zerplatzen. So ein Pferdehof lässt sich schließlich nicht mal soeben in einem Nebaugebiet verwirklichen. Dazu kommt, dass diese Höfe teils Generationen in Familienbesitz, teilweise sogar denkmalgeschützt sind. Es hat sich eine tolle Nachbarschaft entwickelt, man hilft sich unter „Pferdenarren“, zieht sich gegenseitig die Reitplätze ab, gibt Reitunterricht…Es besteht große Angst, dieses alles könnte bald vorbei sein.

     

Nachdem die Bundesregierung den Braunkohleausstieg beschlossen hat, sollte es doch möglich sein, gegen die Enteignung vorzugehen. Es ist zu klären, ob diese überhaupt noch zulässig ist. Zum einen lassen sich die Pferdehofbesitzer von Anwälten unterstützen. Zum anderen sind sie auf die Initiative gleichgesinnter Menschen angewiesen. 

Quelle: Reiter Revue Ausgabe 11/2019

     

Tina Dersen ist ebenfalls Betroffene. Sie hat sich mit anderen eine tolle Aktion und Initiative ausgedacht, um die Öffentlichkeit aufzurütteln und gegen das Vorhaben der RWE vorzugehen. Sie hat sich an Riders For Future gewand und um unser aller Unterstützung gebeten! Mehr zu dieser Aktion, und wie ihr helfen könnt, findet ihr hier.

(Weitere Infos und Hintergründe zum Thema Kohleabbau und die Not der Dörfer,  findet ihr auch unter https://www.alle-doerfer-bleiben.de/)









Unser Wald muss geschützt werden

Wer kennt sie nicht, die entspannenden Ausritte durch den Wald und das Gefühl, eins zu sein mit der Natur? Wald ist  nicht nur wichtig und gut für das Klima, er dient den Menschen ebenso als Rückzugs- und Erholungsort. Doch immer häufiger ist zu sehen, dass unser Wald leidet und häufig ganze Bereiche vertrocknet oder abgestorben sind. Verschiedene Gründe und Lösungsansätze haben wir für euch zusammengetragen.

 

Warum geht es dem Wald immer schlechter?

Dürre: Der Klimawandel wurde auf unserer Seite schon oft thematisiert und er ist auch maßgeblich verantwortlich für die Situation des Waldes, die sich zunehmend verschlechtert. Die Jahre 2018 und 2019 waren zwei ausgesprochen regenarme Sommer, das Jahr 2018 sogar der  heißeste seit Aufzeichnung des Wetters. Das setzt den Bäumen zu, die somit zu wenig Wasser bekommen, um vital zu sein.

Der Borkenkäfer: Vielleicht habt ihr schon vom Borkenkäfer gehört. Dabei handelt es sich um einen Käfer, der Bäume, vor allem Kiefern, befällt. Ihre Brut entwickelt sich in der Rinde, die dadurch Schaden nimmt und  somit der Nährstofftransport des Baumes unterbrochen wird. Normalerweise sondert der Baum Harz ab  wenn dies geschieht und hindert den Käfer daran, sich weiter zu vermehren. Aufgrund des Wassermangels und der milden Winter, kann der Baum nicht ausreichend Harz produzieren. Der natürliche Prozess ist gestört, und die Borkenkäfer finden ideale Bedingungen zur Vermehrung. Ganze Flächen von Bäumen sterben aufgrund des Borkenkäferbefalls ab.[1]


Was können wir tun?

Hier haben wir einige Tipps zusammengestellt, die vielleicht dazu beitragen können, unseren Wald wenigstens indirekt zu unterstützen:

1. Sparsam mit Papier umgehen

Der Rohstoff Holz ist nicht in unendlicher Menge verfügbar. Wir sind 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde und gemeinsam teilen wir uns insgesamt vier Milliarden Hektar Wald. Rein rechnerisch stehen pro Erdenbürger*in also nur 0,6 Hektar Wald zur Verfügung. Das nutzen wir  für den Hausbau, Brücken, Eisenbahnschwellen, Paletten, Möbel, Papier, Kartons oder Feuerholz. Der Natur müssen wir natürlich auch noch etwas überlassen.  Holz ist kein endlos verfügbarer Rohstoff, so sollten wir nochmal auf den eigenen Umgang mit Papier achten. Schmeiße ich unnötig viel Papier weg? Kann ich schon benutztes Papier auf der Rückseite als „Schmierblatt“ nutzen?

    

2. Auf das FSC Siegel achten

Das FSC-Siegel ist aktuell das beste verfügbare Zertifikat, mit dem Verbraucher*innen beim Kauf von Holzprodukten erkennen können, ob diese umwelt- und sozialverträglich hergestellt wurden.

Wichtige Nachhaltigkeitsstandards bei der Waldbewirtschaftung werden mit dem Siegel durchgesetzt. Haltet beim Einkauf von Papierprodukten nach dem Siegel Ausschau.

 

3. Recycling Papier nutzen

Nicht jedes Produkt ist mit dem FSC-Siegel versehen. Generell gilt, es ist besser zu Recycling-Papier zu greifen, als zu herkömmlichem. Da altes Papier wiederverwendet wurde, mussten keine neuen Bäume dafür gefällt werden.

 

4. Wald-Patenschaft übernehmen

Der NABU zeigt großes Engagement, um den faszinierenden Lebensraum Wald zu schützen und zu erhalten. Besonders bedrohte Tier-und Pflanzenarten hat er im Blick.
im Dialog mit der Forstwirtschaft und auch mit eigenen Projekten, gestaltet der NABU mit. Wertvolle Gebiete werden gekauft und zeigen in Projekten und auf eigenen Flächen, wie sich lebendiger Wald heute gestalten lässt.
[2]

Mit einer Patenschaft kann man hier unterstützen. Schaut hier

[1] (Vgl. https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/wald-im-klimastress/klimawandel/borkenkaefer/ 

[2] Vgl: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/waelder/lebensraum-wald/13281.html



Der Vorteil von Pferden in Landund Forstwirtschaft

Der Einsatz von Pferden als Arbeitskraft hat eine lange Tradition. Besonders die Umwelt profitiert vom Pferd als Rück- und Arbeitstier. Hier erklären wir euch warum:

Zugpferde verbessern die CO2 Bilanz

Der Vorteil liegt auf der Hand. Während Land - und Forstmaschinen durch den Treibstoffverbrauch eine Menge CO2 in die Luft pusten, kommt ein Pferd mit ökologischer Energiezufuhr, in Form von nachwachsenden Rohstoffen,  aus. Das hatauch Einfluss auf die Bewirtschaftung. Vergleicht man die Bewirtschaftung von 100 ha Land mit Maschinen bzw. Pferd wird Folgendes deutlich: Ein Schlepper benötigt 29 ha zum Anbau des  Rapsöls für seinen Betrieb, die Pferde brauchen nur 10 ha fürFutter. Somit punkten die Tiere nicht nur beim CO2 Ausstoß, sie sind zudem wirtschaftlicher. Bei den Amishen in den USA hat eine Studie dies zeigen können.Ein Pferd kann mit seiner Arbeitskraft sechs weitere ernähren, ohne fossile Brennstoffe zu verbrauchen und giftige Gase freizusetzen. Nahtlos fügt es sich in den biologischen Stoffkreislauf ein. 


Pferde verringern Bodenverdichtung

Bodenverdichtung fügt der Natur Schaden zu. Die Wasseraufnahmefähigkeit sinkt, die Gefahr für Hochwasser steigt. Humusabbauende Prozesse werden vergünstigt, das führt zu Nährstoffauswaschungen, CO2-Freisetzungen und zur Grundwasserbelastung. Sogar der Gasaustausch im Wurzelraum der Pflanzen wird behindert, wodurch letztendlich auch der Ertrag leidet. Die industrialisierte Landwirtschaft mit schweren Schleppern und großem Gerät sorgt dafür, dass die Bodenverdichtung voranschreitet. Ein Pferdehof führt zwar zu Druckbelastung, aber dies nur auf sehr kleinen Flächen. Diese können von Bodenorganismen wieder aufgebrochen werden. Das Bodenlebenwird weniger gestört, da der Wurzelraum der Pflanzen weniger verdichtet wird. Somit kann ein Gasaustausch besser stattfinden und es erfolgt weniger oberflächlicher Wasserabfluss.Das ist auch der Grund, warum Pferde erfolgreich und ökologisch in der Forstwirtschaft eingesetzt werden können. Auch hier wird durch schwere Gerätschaften, wie Holzerntemaschinen, der Boden beschädigt und irreversibel verdichtet. Feinwurzeln werden in ihrer Funktion gestört. Dies führt zu Wachstumsdepressionen der Bäume und das Bodenleben wird behindert. Sinnvoller hier ist der Einsatz von sogenannten "Rückepferden". Diese ziehen die entasteten und geschlagenen Baumstämme aus dem Bestand bis an einen befestigten Weg, wosie letztendlich maschinell aufgenommen und abtransportiert werden können. (Siehe hierzu auch dieses Video)Somit wird nicht nur der Waldboden geschont, sondern Verletzungen des Baumbestandes durch Rangieren des schweren Geräts  werden verhindert.

Quelle hierzu: Vgl. : VFD - Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland, Arbeitskreis Umwelt (2011): Pferd und Umwelt- Materialien, Hintergründe und Positionen. Bearbeitet von Wahrenburg, W., Vaneslow, R.U., Teichner, T., Patzwall, H., Gutsmiedl, I., Dehe, S., Behrens, C. Eigenverlag VFD-Bundesverband. 80S.Version 2.2, leicht veränd. 4. Aufl.


Dennochsollteberücksichtigt werden, dass auch Pferde insbesondere aus Tierwohlgründen, keine kompletten Maschinen ersetzen können. Stärke Holzstämme müssen von Forstmaschinen gerückt werden. Und zum Stapeln der Stämme eignen sich die Rückepferde auch nicht. Aber eine Kombination aus beiden Systemen wäre eine super Lösung. Quelle: www.forstpraxis.de